Abendandacht Nr. 83


Guten Abend,

dieses Jahr habe ich es mir wieder einmal vorgenommen - in einem Jahr die ganze Bibel zu lesen. Ich genieße es, auch die unbekannteren Geschichten wieder mal zu entdecken. Die, die man nicht immer so präsent hat.

Als das Volk Israel am Jordan, gegenüber von Jericho, stand und „Gottes Ampel grün wurde“, erwarten manche, dass es sein würde, wie beim Durchzug durch das Rote Meer. Dass ihr Anführer den Stab heben würde und sich der Fluss teilt. Diesmal war aber was Anderes dran. Die Priester mussten mit der Bundeslade in den reißenden Jordan hineinlaufen, und erst dann blieb das Wasser oberhalb stehen, wie eine Wand.

Ich habe auch so meine Vorstellungen, wie Gott in meinem Leben wirken soll. Manche Erfahrung, wie ER in der Vergangenheit geholfen hat, rückt dabei in den Fokus. Und dann kommt es ganz anders. Es wäre oft hilfreich, wenn Gott so einen „Durchweg“ durch die Probleme, Sorgen und Fragen einfach „eröffnen“ würde. Zack – und da ist die Antwort.

Wenn ich in mein Leben hineinschaue, gab es solche Situationen einige Male, z.B. bei unserer Berufung in die Missionsarbeit - in die Slowakei.

Sehr oft habe ich aber erlebt, dass Gott mich aufgefordert hat einen Schritt in den reißenden Fluss hineinzugehen. Das ist nicht immer leicht, im Vertrauen auf Seine Zusage und Treue, Schritte ins Ungewisse zu hinein zu wagen.

Aber egal, wie Gott führt, ob ER mir den Weg „freimacht“ und ich durch meine Not in die Freiheit, des Glaubens gelange, wie Israel beim Auszug aus Ägypten. Oder ob ER es mir zumutet in den tosenden Fluss des Nichtwissens und doch Hoffens zu steigen – ER ist immer der absolut Verlässliche.

Jesus kennt mich und dich und ER weiß, was ER mir zumuten kann und was gut für meine persönliche und geistliche Entwicklung ist. Wenn du gerade vor einer großen oder größeren Entscheidung stehst, sei ganz gewiss – Jesus lässt dich nicht hängen. ER hat den Überblick. Vertraue.


Mit herzlichen Grüßen,

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